EU Wettbewerb

Erweiterung und Sanierung des Museums Neuruppin

Geschichte zwischen klassischer und neuer Architektur

Im September 2008 hat die Fontanestadt Neuruppin EU-weit einen begrenzt offenen, hochbaulichen Realisierungswettbewerb mit vorgeschaltetem Bewerbungsverfahren zur Erweiterung und Sanierung des Museums Neuruppin ausgelobt.

Ziel des Architektur-Wettbewerbs, für den sich europaweit über 200 Büros beworben hatten, ist die Sanierung und Erweiterung des Neuruppiner Stadtmuseums als Regional- und Personenmuseum mit den Schwerpunkten Theodor Fontane, Karl-Friedrich Schinkel und Neuruppiner Bilderbogen. Insgesamt kalkuliert die Fontanestadt bis 2013 mit einem Gesamtinvestitionsvolumen in Höhe von 4,7 Millionen Euro, gefördert mit Mitteln aus dem Europäischen Strukturfonds.

 

Das Bild zeigt den zukünftigen Anbau des Museums Neuruppin
Zur Vergrößerung auf das Bild klicken (1,3 MB). Grafik: Springer, Berlin.

Hochkarätige Jury

22 der zur Bearbeitung der Wettbewerbsaufgabe eingeladenen Architekturbüros haben die Entwürfe zum 3. März 2009 und die Modelle zum 10. März fristgerecht eingereicht. Die formale Vorprüfung durch das den Wettbewerb begleitende Büro D&K drost consult (Hamburg) erfolgte im anonymisierten Verfahren. Für das Preisgericht konnten neben dem Baudezernenten und stellvertretenden Bürgermeister Arne Krohn weitere hochkarätigen Fachleute in

Prof. Dr. Werner Durth (Darmstadt)
Jorunn Ragnarsdóttir (Stuttgart)
Prof. Regine Leibinger (Berlin)
Prof. Jörg Friedrich (Hamburg)
Markus Thelen (Netzeband)

gewonnen werden. Die Jury entschied sich in ihrer Sitzung am 21. April 2009 einstimmig für die Entwürfe des 2008 mit dem Sonderpreis des Deutschen Städtebaupreises ausgezeichneten Berliner Architekturbüros Springer.

„Der feine, angemessene Umgang mit dem Ort ist sowohl in städtebaulicher wie auch in architektonischer Hinsicht überzeugend. Auf eine überraschend einfache Weise gelingt eine subtile Anordnung des neuen Baukörpers an das historische Gebäude“, so das Preisgericht.

Das Bild zeigt den zukünftig terrassenförmig zum Tempelgarten ansteigenden Garten
Zur Vergrößerung auf das Bild klicken (2,7 MB). Grafik: Springer, Berlin.

Terrassen zum Tempelgarten

Das Konzept der Berliner Architekten überzeugte zudem durch eine gekonnte „Terrassierung des Gartens“, wodurch Besucher im Außenbereich die Möglichkeit erhalten, den angrenzenden Amaltheagarten und den von Knobelsdorff entworfenen Apollotempel deutlicher einzusehen.

Das computeranimierte Bild zeigt den Blick aus dem 1. Stock des Anbaus
Zur Vergrößerung auf das Bild klicken (2,4 MB). Grafik: Springer, Berlin.

"Die Seele der Neuruppiner getroffen"

Der Blick aus dem ersten Stock des neuen Anbaus traf dabei nicht nur die Zustimmung der Jury sondern – wie Bürgermeister Jens-Peter Golde es formulierte – „auch die Seele der Neuruppiner.“ Der erste Preis des EU-weiten hochbaulichen Realisierungswettbewerbes ist mit 16.000 Euro dotiert. Der Entwurf soll nach weiterer Vorplanung ab Ende 2011 umgesetzt werden.

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