Veranstaltungszentrum Kulturkirche
- Hier lässt es sich gut veranstalten: In einem repräsentativen Rahmen finden in der Pfarrkirche Events statt.
Hier stand einst die Hauptkirche Neuruppins. Der Brand von 1787 zerstörte sie so stark, dass sie abgetragen werden musste. Von 1801 bis 1806 entstand nach Plänen von Philipp Bernard Francois Berson eine quergelagerte Saalkirche. Ihre Weihe am 23. März 1806 schloss den planmäßigen Wiederaufbau Neuruppins ab.
1970 baupolizeilich gesperrt, begann 1991 eine umfassende Rekonstruktion der Kirche. Die Arbeiten fanden 2002 ihren Abschluss. Die geringfügige Schieflage des Turmes, die ihre Ursache in einer fehlerhaften Dachkonstruktion hat, wurde belassen. Im Turm der Pfarrkirche befindet sich eine Ausstellung zum Stadtbrand, die besichtigt werden kann.

- Ob Bälle, Empfänge, Ausstellungen,
Konzerte oder andere Großveranstaltun-
gen: Die Pfarrkirche empfängt Sie mit
einem einmaligen Ambiente.
Vor der Pfarrkirche befindet sich ein Mahnmal, das gegen die weitere Nutzung der Kyritz-Ruppiner Heide als Bombenabwurfplatz protestiert.
Die Pfarrkirche ist heute das repräsentative
Veranstaltungszentrum der Fontanestadt. Hier finden Konzerte, Kongresse, Tagungen, Firmenpräsentationen und Bankette statt.
Ort: Virchowstraße 41, 16816 Neuruppin
Kirchplatz gegenüber dem Amtsgericht Neuruppin
Kontakt
Herr Andreas Vockrodt
Karl-Marx-Straße 103
16816 Neuruppin
Tel.: 03391 - 2687
Fax: 03391 - 397219
E-Mail:
info(at)kulturkirche-neuruppin.de
Internet:
www.kulturkirche-neuruppin.de
Dauerausstellung zum Stadtbrand von 1787
Öffnungszeiten:
Dienstag bis Samstag von 10:00 - 16:00
Sonntags und Montags geschlossen
Eintritt:
2,- € pro Person (normal)
1,- € pro Person (ermäßigt)
Wie Phönix aus der Asche
Im Turm der Pfarrkirche gibt es eine Dauerausstellung über die "Geschichte des Stadtbrandes" und den Wiederaufbau der Stadt. Zur Ausstellung gehört eine Hörstation mit einer Erzählung zum Geschehen der damaligen Zeit.
Ein wichtiger Einschnitt in die Entwicklung der Stadt war der Flächenbrand vom Sonntag, den 26. August 1787. Das Feuer brach in einer mit Getreide gefüllten Scheune am Berliner Tor am Nachmittag aus und breitete sich rasch aus. Nur zwei schmale Bereiche am Ost- und Westrand der Stadt blieben erhalten. Insgesamt 401 bürgerliche Häuser, 159 Neben- und Hintergebäude, 228 Ställe und 38 Scheunen, die Pfarrkirche St. Marien, das Rathaus, die reformierte Kirche und das Prinzliche Palais wurden zerstört. Menschenleben waren nicht zu beklagen.
Der Sachschaden wurde mit fast 600.000 Talern beziffert. Von der Feuerkasse wurden ca. 220.000 Taler ersetzt, eine spezielle Kirchenkollekte erbrachte 60.000 Taler, die preußische Regierung stellte 130.000 Taler Retablissementsgelder für den Wiederaufbau der Stadt bereit. Insgesamt wandte der Staat in den folgenden Jahren über eine Million Taler auf. Der bereits seit 1783 in der Stadt tätige Stadtbaudirektor Bernhard Mattias Brasch setzte die Vorgaben der Retablissementskommission um und beaufsichtigte den Wiederaufbau der Stadt.
Dieser erfolgte von 1788 bis 1803 und wurde nach einem einheitlich geplanten Grundriss durchgesetzt. Braschs Plan sah die Erweiterung der Stadt von 46 auf knapp 61 Hektar bei Beseitigung der Wälle zwischen Tempelgarten und See vor. Die beiden eng zusammenliegenden Nord-Süd-Straßen wurden zu einer Achse, der heutigen Karl-Marx-Straße, vereinigt. Es entstand ein rechtwinkliges Netz von Straßen mit durchgängig zweigeschossigen Traufenhäusern. Lange breite Straßen, unterbrochen durch stattliche Plätze, und Häuser im frühklassizistischen Stil prägen seit jener Zeit das Stadtbild. Diese städtebaulichen Reformprinzipien sind noch heute gut erkennbar. So entstand mit dem Wiederaufbau eine in dieser Originalität einzigartige klassizistische Stadtanlage.
Sie gilt auch heute noch als Musterbeispiel frühklassizistischer Städtebaukunst. Abgeschlossen war der Wiederaufbau bereits im Jahr 1803. Lediglich die Fertigstellung der Pfarrkirche St. Marien (erbaut 1801–1806 unter der Mitwirkung von Carl Ludwig Engel) zog sich aufgrund von statischen Problemen bis zum Jahr 1806 hin.






