Siechenstraße mit Siechenhauskapelle

Zuflucht für die Siechen und Kranken

Die Siechenstraße gehört zu den wenigen Gassen, die das Feuer von 1787 verschont hatte und vermittelt einen malerischen Eindruck vom „alten Neuruppin“. Die Straße verbindet seit dem Mittelalter Klosterkirche, Siechenhospital und Neuen Markt.


Das romantische Gässchen hatte schon viele Namen: Klappstraße (sie kreuzt den Klappgraben, der unterirdisch in Richtung Ruppiner See fließt), Brüderstraße (die Dominikanermönche zogen hier täglich vorbei) und Hospitalgässchen.
Im Siechenhospital wurden die alten und kranken (siechen) Bürger Neuruppins gepflegt. Auch die Kapelle des heiligen Lazarus, die Siechenkapelle, war ein Teil dieser karitativen Einrichtung. Die Kapelle wurde 1491 errichtet.
Hinter der Kapelle befindet sich das Up Hus, eines der ältesten Hofgebäude der Stadt im Fachwerkbau mit Laubengang.


Das Gebäudeensemble ist in privatem Besitz und beherbergt ein Hotel und Restaurant. In der Kapelle finden regelmäßig Konzerte und andere kulturelle Veranstaltungen statt. Darüber hinaus ist sie eine Außenstelle des Neuruppiner Standesamtes.


Ort: Siechenstrasse


Link zum Siechenhaus