Neuruppin und seine Ortsteile
Zur Fontanestadt Neuruppin gehören seit der Verwaltungsreform 1993 folgende 13 Ortsteile:

- Kirche Alt Ruppin
Alt Ruppin
Größe: 25,7 km2 - Einwohner: 2571 (Stand: 31.12.2012)
Ortsvorsteherin: Heidemarie Ahlers
Die kleine Stadt Alt Ruppin gilt als eine der ältesten Städte in der Mark und hieß damals "Olden Ruppyn". Alt Ruppin war das politische und Neuruppin das wirtschaftliche Zentrum der Herrschaft Ruppin. Somit erhielt die Entwicklung zur Stadt Neuruppin starke Impulse von Alt Ruppin aus. Auf dem heutigen Amtswerder am nördlichen Ende des Sees befand sich die Burg der Grafen von Arnstein (um 1147).
Alt Ruppin liegt vier Kilometer nordwestlich von Neuruppin, am Nordende des Ruppiner Sees. Das Flüsschen Rhin durchzieht die Stadt.

- Die Dorfkirche von Buskow zählt zu den ältesten im Ruppiner Land
Buskow
Größe: 8,0 km2 - Einwohner: 200 (Stand: 31.12.2012)
Ortsvorsteherin: Beate Müller
Buskow liegt acht Kilometer südlich von Neuruppin. Erstmals geschichtliche Erwähnung findet der Ort 1256 durch "Albertus de Buscowe miles". Von vor 1491 bis 1693 gehörte das Dorf der Familie von Zieten zu Wildberg und Wustrau, später u.a. der Familie von Kleist. Die Buskower Kirche stammt aus dem 13. Jahrhundert.

- In Gnewikow befindet sich jetzt ein Internationales Jugenddorf und Hotel.
Gnewikow
Größe: 6,1 km2 - Einwohner: 264 (Stand: 31.12.2012)
Ortsvorsteher: Olaf Matschoss
Am Ostufer des Ruppiner Sees befindet sich sieben Kilometer von Neuruppin entfernt das Straßendorf mit einem ehemaligen Gut. Auf dem Gelände des Gutes entstand 2002 das Internationale Jugenddorf am Ruppiner See.
Die spätgotische Kirche des Dorfes ist aus gespaltenen Felssteinen gebaut.

- Die idyllisch gelegene Boltenmühle am Tornowsee gehört zu Gühlen-Glienicke.
Gühlen-Glienicke
Größe: 49,3 km2 - Einwohner: 330 (Stand: 31.12.2012)
(Mit Rheinsberg-Glienicke, Neuglienicke, Binenwalde, Boltenmühle, Kunsterspring, Steinberge)
Ortsvorsteher: Michael Peter
Das Reihendorf liegt elf Kilometer südwestlich von Rheinsberg an der Straße Neuruppin - Zechlin. 1770 wurde Gühlen-Glienicke angelegt und 1774 aufgebaut. Bis 1844 ist der Ort im Besitz des Grafen von Blumenthal zu Horst und gehört dann bis 1872 zum Amt Zechlin.

- Karwer Bürger beim Erntefest
Karwe
Größe: 18,9 km2 - Einwohner: 399 (Stand: 31.12.2012)
(Mit Pabstthum und Seehof)
Ortsvorsteher: Siegfried Pieper
1356 wird "de Karwe", das zehn Kilometer südöstlich von Neuruppin liegt, erstmals erwähnt. Das Dorf wird von einer Straße durchzogen. Zentrum war ein prunkvolles Gut, das heute nicht mehr existiert. Von 1872 gehörte das Gut derer von dem Knesebeck. Diese standen bereits 1345 in Verbindung zu den Ruppiner Grafen. Das Dorf und die von Knesebecks finden in Fontanes "Wanderungen" ausfühlich Erwähnung.
Karwes Kirche ist gebaut aus Feldsteinen. Sie hat einen achteckigen Spitzturm auf der Westseite. Ein riesiger Feldstein erinnert an das Geschlecht derer von dem Knesebeck. Der bekannteste war Carl Friedrich von dem Knesebeck, Herr auf Karwe.

- Die Krangener Kirche.
Krangen
Größe: 41,8 km2 - Einwohner: 226 (Stand: 31.12.2012)
(Mit Fristow, Rottstiel, Zippelsförde, Tornow, Zermützel)
Ortsvorsteher: Christov Sabo
Vier Kilometer nördlich von Neuruppin befindet sich das Dorf Krangen. Bis 1541 gehörte "thu deme Krangen", das 1397 erstmals erwähnt wurde, zum Kloster Lindow, bis 1764 zum Amt Lindow und bis 1872 zum Amt Alt Ruppin.
- Bürgerhaus in Lichtenberg
Lichtenberg
Größe: 9,0 km2 - Einwohner: 173 (Stand: 31.12.2012)
Ortsvorsteher: Achim Fiedler
Lichtenberg ist ein breites Straßendorf mit einem Hermanshof, das fünf Kilometer südöstlich von Neuruppin liegt. Der Ort wurde 1365 "Dominus Thidericus de Lichtenberg" genannt. Bis 1541 gehörte Lichtenberg dem Kloster Lindow, bis 1764 zum Amt Lindow und danach bis 1872 zum Amt Alt Ruppin.
Der Hermanshof existiert noch, liegt jedoch brach.
- Glockenturm mit Kriegerdenkmal am Dorfanger
Molchow
Größe: 7,6 km2 - Einwohner: 222 (Stand: 31.12.2012)
(Mit Stendenitz)
Ortsvorsteher: Jürgen Sokolowski
Drei Kilometer nördlich von Alt Ruppin liegt das Dorf Molchow idyllisch am gleichnamigen See, der zur Ruppiner Seenkette gehört. 1462 wird der Ort bereits Molchow genannt. Bis 1872 gehört das Dorf zum Amt Alt Ruppin. Theodor Fotane beschreibt in den "Wanderungen durch die Mark Brandenburg" den außergewöhnlichen Glockenturm des Runddorfes.
Heute gibt es in Molchow zahlreiche Eigenheime und Kleingärten. Hier befindet sich ebenfalls ein gut ausgestatteter Wasserwanderstützpunkt.

- Gemeindehaus Nietwerder
Nietwerder
Größe: 6,4 km2 - Einwohner: 305 (Stand: 31.12.2012)
Ortsvorsteher: Wolfram Händel
Vier Kilometer östlich von Neuruppin, in der Nähe des Ruppiner Sees liegt das kleine Dorf Nietwerder. Große Teile Nietwerders gehörten bis 1872 zum Amt Alt Ruppin, andere Teile bis 1690 dem Dominikanerkloster in Neuruppin und später bis 1872 der Stadt Neuruppin.

- Eingangstor zum Campo Santo in Radensleben
Radensleben
Größe: 14,0 km2 - Einwohner: 519 (Stand: 31.12.2012)
Ortsvorsteher: Hardy Richter
Der Ort liegt zehn Kilometer südöstlich von Neuruppin. 1396 wird das Dorf "Rodensleue" erstmals erwähnt. Es ist bis 1701 im Besitz derer von Bellin zu Radensleben. Am 24. April 1684 erhielt Rittmeister Alexander Ludolf von Quast (Landrat Ruppins von 1679 - 1693) die Lehnsbestätigung für zwei Rittersitze in Radensleben.
Die Feldsteinkirche wurde in der zweiten Hälfte des 13. Jahrhunderts errichtet. 1864 bis 1870 ließ sie Ferdinand von Quast (1808-1877) umgestalten. Nach seinem Entwurf entstanden Altar, Kanzel und Ambo aus Terrakotta. Hinter der Kirche entstand ein Campo Santo (architektonische Friedhofsanlage, Italien), der in der Mark Brandenburg einzigartig ist. Im ehemaligen Herrenhaus der Familie Quast befindet sich heute ein Senioren-Wohnpark.

- Kinder auf dem Erntefest in Stöffin
Stöffin
Größe: 10,7 km2 - Einwohner: 234 (Stand: 31.12.2012)
Ortsvorsteher: Harald Krumhoff
Das Straßendorf mit Ausbau Stöffiner Berg befindet sich acht Kilometer südwestlich von Neuruppin. Arnold, Pfarrer in "Steffin", erscheint bereits 1256 urkundlich. Das Dorf brannte 1638 gänzlich nieder. Das Dorf war im Besitz derer von Gadow (bis 1654), derer von Quast zu Garz und Protzen (bis 1708), derer von Rohr zu Stöffin (1790) und gehörte schließlich bis 1872 dem Grafen von Königsmarck zu Berlitt.

- Wulkow ist das Zentrum des Pferdesports im Ruppiner Land
Wulkow
Größe: 12,7 km2 - Einwohner: 564 (Stand: 31.12.2012)
Ortsvorsteherr: Ronny Merkert
Wulkow liegt an der Bundesstraße 167, neun Kilometer östlich von Neuruppin. Das Dorf gehörte größtenteils zum amt Alt Ruppin und wurde ab 1763 an das Rittergut Wulkow vererbpachtet. Teile waren im Besitz der Bassute zu Wulkow (1524 - 1632) und derer von Schenkendorff (1800-1862).
Charakteristisch für das Wulkow der Gegenwart ist der Reitsport. Im Ort befinden sich mehrere Reiterhöfe.
In Wulkow entstand 2001 eine direkt an der B 167 gelegene Justizvollzugsanstalt.

- Wunderschön! Die Kirche in Wuthenow ist ein echter Hingucker. Und das nicht nur von außen.
Wuthenow
Größe: 8,4 km2 - Einwohner: 478 (Stand: 31.12.2012)
Ortsvorsteher: Axel Noelte
Überwiegend im Besitz der Herrschaft bzw. des Amtes Alt Ruppin befand sich das 1319 erstmals erwähnte "in Wotenow" oder später auch "Wütenow". Das Dorf liegt direkt am Ruppiner See, vier Kilometer östlich von Neuruppin. In Wuthenow steht eine schöne klassizistische Kirche von 1835 im Rundbogenstil der Schinkel-Schule. In der Kirche befindet sich ein Bild, das Neuruppin um 1694 zeigt. Es ist die älteste erhaltene Darstellung der Stadt.
Wuthenow ist auch der Namensgeber des Romans von Theodor Fontane "Schach von Wuthenow".
Mehr Informationen zu den Ortsteilen und zum Ortsteilmanagement finden Sie unter
www.neuruppiner-ortsteile.de
Ortsteilmanagement/ Ansprechpartner für die Ortsteile
Solveig Tokar
Amt für Stadtentwicklung
Telefon: 03391-355 729
E-Mail: solveig.tokar@stadtneuruppin.de
Aufgaben: Ansprechpartner für die Ortsteile; Erarbeitung/Fortschreibung der Gestaltungssatzung für die Ortsteile; Beratung zur Gestaltungssatzung; Maßnahmen der Dorferneuerungen (beratende Begleitung)



