„Wohnumfeldverbesserung“ und „Soziale Stadt“ im Neubaugebiet WK I-III
Ende 1993 beziehungsweise 1999 wurde das Neuruppiner Plattenbaugebiet mit seinen knapp 10.000 Einwohnern in die beiden oben genannten Programme der Städtebauförderung aufgenommen. Die Ergebnisse sind bemerkenswert. Insgesamt konnten bereits mehr als 10 Mio. Euro allein durch diese Programme im Neubaugebiet investiert werden – Modernisierungsmaßnahmen an den Gebäuden oder die Einrichtung privater Versorgungsbetriebe nicht mitgerechnet. In einem Informationsmaterial sind die Veränderungen grafisch dargestellt und beschrieben; im Folgenden finden Sie eine kurze Zusammenfassung:
Die Gestaltung privater Wohnhöfe hat in vielen Bereichen bereits zu erheblichen Verbesserungen in der Wohnqualität geführt. Die Pkw-Stellplätze wurden geordnet, Spielplätze geschaffen und Treffpunkte eingerichtet. Die Wohnungsbaugesellschaften haben noch eine große Zahl weiterer Investitionen vor.
Viele öffentliche Grünflächen wurden gestaltet, z. B. entlang der Heinrich-Rau-Straße. Besondere Akzeptanz finden die neu eingerichteten Spielplätze und die über Neuruppin hinaus bekannte Skateboard-Bahn. Hier finden jährlich Wettkämpfe und Feste statt.
Außerdem erhielten bereits drei Schulhöfe eine neue Gestaltung und wurden für den Stadtteil geöffnet. Vor allem die Sportanlagen werden intensiv genutzt. Ein Stadtteilpark hinter der Fontane-Schule ist 2005 fertiggestellt worden.
Besonders im Programmbereich Soziale Stadt ist es gelungen, auch Anwohner, insbesondere Jugendliche, an vielen Maßnahmen zu beteiligen. So entstanden in enger Kooperation mit dem Projekt „Freiwilliges Soziales Trainingsjahr“, finanziert über das Programm Entwicklung und Chancen des Bundesministeriums für Familie mehrere Kunstwerke im öffentlichen Raum des Stadtteils.
Ebenfalls im Programm Soziale Stadt wurde bis September 2006 eine nicht mehr benötigte ehemalige Kindertagesstätte im WK III, die Krümelkiste, in ein stadtteilnahes Bürgerhaus umgebaut. So ist ein kommunikatives Zentrum mit Café, Bildungs-, Jugend- und Beratungseinrichtungen entstanden.
Alle Bewohner, Gewerbetreibende und Träger von Einrichtungen im Gebiet können in beiden Förderprogrammen Anträge auf sog. Kleinteilige Maßnahmen stellen wie z. B. Fassadenbegrünungen, Bänke, Gestaltung von Vorgärten oder auch Sachmittel für eine Kulturveranstaltung oder ein Hoffest.
Das Engagement aller Beteiligten in den letzten Jahren hat dazu beigetragen, dass das Neubaugebiet eine gute Adresse im Neuruppiner Wohnungsmarkt ist. Nur zwei bis drei Prozent der Wohnungen stehen leer. Die Bewohner leben hier nah an der traditionsreichen Innenstadt und herrlichen Ruppiner Seenlandschaft. Dennoch weisen die Träger der Bildungs- und Sozialeinrichtungen auch darauf hin, dass man sich auf den erreichten Projekten nicht ausruhen darf. Der Prozess der Verbesserung der Lebensqualität im WK I-III ist daher eine kontinuierliche Aufgabe in der Neuruppiner Stadtentwicklung.




