Zukunft im Stadtteil ZiS

- Das rot markierte ZiS-Gebiet und die historische Altstadt (rosa) werden durch den Wall (grün) voneinander getrennt.
Abschlussbericht zu allen ZiS-Maßnahmen
Das Programm Zukunft im Stadtteil (ZiS) in Neuruppin ist Anfang 2007 erfolgreich abgeschlossen worden. Seit Antragstellung im Jahr 2001 und auf Basis des Integrierten Handlungskonzepts 2003 konnten durch das Förderprogramm Maßnahmen in Höhe von mehr als 8 Mio. Euro realisiert werden. Der Abschlussbericht – der hier zum Download bereitsteht – fasst die Ergebnisse des Fördermitteleinsatzes und des Prozesses zusammen und bewertet sie: Ausgangssituation und die Entwicklung des Gebiets rund um die Bahnhofsvorstadt westlich der historischen Altstadt in der Förderperiode sind hier beschrieben, zudem die Ziele und die realisierten Projekte und Maßnahmen.
Abschlussbericht zum Download (5 MB)
- Die Haltestelle Bahnhof West wurde im Februar 2005 eröffnet.
Was ist ZiS?
ZiS ist ein Programm des Landes Brandenburg zur Unterstützung von Entwicklungen in ausgewählten Stadtteilen von 15 Städten des Landes. Es wurde ermittelt, welche künftigen Funktionen diese Stadtteile innerhalb der Stadt haben und wie ihre Zukunftschancen sind. In Neuruppin wurde 2001 die Bahnhofsvorstadt für die ZiS-Förderung ausgewählt. Die Förderung von investiven Einzelprojekten in diesen Gebieten betrug bis zu 80% je aus Mitteln des Strukturfonds der EU und des Landes Brandenburg und bis zu 20% aus Mitteln der Städte. In Einzelfällen war eine Kofinanzierung mit der Städtebauförderung oder Mitteln der Arbeitsagentur oder des Amtes für Arbeitsmarkt möglich. Das Programm lief bis 2006, begonnene Projekte werden bis spätestens 2008 ausgeführt.

- Den Gebietsplan mit dem eingezeichneten ZiS-Projekten gibt es im PDF-Format als Download. Siehe unterstehenden Link!
Die Neuruppiner Bahnhofsvorstadt
Das ZiS-Gebiet in Neuruppin umfasst die Bahnhofsvorstadt mit dem künftigen Gewerbegebiet Certaldoring sowie Teile der Wallanlagen und der historischen Altstadt einschließlich des Kirchplatzes. Damit gehören das Wohngebiet um die Rosa-Luxemburg-Straße, der ganze Bereich an der alten Laderampe und am alten Bahnhof, das Wallviertel in der Altstadt und der Infrastrukturstandort an der Wilhelm-Gentz-Schule zum ZiS-Gebiet.
Durch die Verlagerung des Bahnhofs und die Fertigstellung der Westachse hat die Bahnhofsvorstadt eine ganz neue Bedeutung in der Stadt Neuruppin erhalten. Sie ist eine wichtige Eingangsseite der Stadt geworden. Im Gebiet liegen viele Brachflächen. Die Freiräume der Infrastruktur-Standorte und das Wohnumfeld wirkten an vielen Stellen vernachlässigt und besonders in der Altstadt gab es eine große Zahl von Gebäudeleerständen. An diesen Punkten sollte ZiS ansetzen.
Gebietsplan (PDF/2 MB) zum Downloaden!
- Tartanbahn am Sportplatz neben der Oberschule Alexander Puschkin.
Welche Ziele verfolgte ZiS?
Die Initiative des Landes Brandenburg zielte ganz besonders auf eine Verbesserung der Lebensqualität in den ausgewählten Stadtteilen. Für die Neuruppiner Bahnhofsvorstadt bedeutet dies:
• Wiedernutzung bracher Flächen und leer stehender Gebäude
• Verbesserung der Rahmenbedingungen für neue wirtschaftliche Aktivitäten und Nutzungen vor allem im Bereich des Bahnhofs West
• Herstellung von gut nutzbaren und in Stand gesetzten Infrastrukturflächen sowie intakten Wohnumfeldern
• Ausweitung der Angebote im sozialen, kulturellen und Bildungsbereich
• Erhöhung der Aufenthaltsqualität in den öffentlichen Räumen
• Gestaltung einer Stadtkante nach Westen und Verbesserung der Verbindungen zwischen Bahnhofsvorstadt und der Altstadt
Gefördert wurden überwiegend öffentliche Projekte. Über die Inhalte und die Gestaltung dieser Projekte, auch über Prioritäten und ständig neue Ideen wirde ein intensiver Dialog seitens der Stadt mit allen Akteuren im Stadtteil selbst, in der Neuruppiner Wirtschaft und der Politik gesucht.
Vergleichbare Projekte im Land Brandenburg:
www.nipp.brandenburg.de

- Logo der ZiS-Förderung
Was konnte realisiert werden?
Seit Anfang 2003 wurde das ZiS-Programm in Neuruppin umgesetzt und ist in der Zwischenzeit weitesgehend abgeschlossen.
Grundlage war ein integriertes Handlungskonzept, in dem mehr als 30 Einzelprojekte für insgesamt rund 11 Mio. Euro mit dem Land Brandenburg abgestimmt wurden. Im April
2004 wurde der abgestimmte Mittel- und Projektumfang vom MSWV (heute MIR) erheblich reduziert. Bis Ende 2006 konnten folgende Projekte realisiert werden:
• Einrichtung eines Stadtteilbüros in der Präsidentenstraße 77 von Juni 2003 bis Dezember 2005
• Instandsetzung eines Weges vom Bahnhof Rheinsberger Tor zur Gerhart-Hauptmann-Straße
• Instandsetzung des 8. BA der Stadtmauer als Teil einer langfristig angelegten Sanierung der fast vollständig erhaltenen Mauer
• Neugestaltung des Schulhofs der Puschkinschule
• Neugestaltung der Sportflächen zwischen der Puschkin- und der Pestalozzischule.
Diese beiden Projekte sind gleichzeitig Freizeitflächen für die ganze Bahnhofsvorstadt geworden und werden intensiv genutzt (s. Photos).
• Herstellung eines Weges von den Sportflächen zum Bahnhof West, damit werden Rathaus, Altstadt und Behördenzentrum besser erreicht
• Externes Projektmanagement, das die Stadt bei der Vorbereitung und Durchführung von Projekten unterstützt.
• Fertigstellung des Neuruppiner Wasserturmes zum Kletterzentrum Neuruppin "Wichmannleiter"
• Diverse Aktivitäten der Öffentlichkeitsarbeit wie Stadtteilgespräche und Ausstellungen in der Präsidentenstraße sowie Faltblätter und Flyer, die in der Stadtverwaltung erhältlich sind.
- Der ehemalige Wasserturm ist nun Kletterzentrum mit Schwierigkeits-graden für Kinder und Erwachsene
2006 wurde noch ein weiteres wichtiges Projekte realisiert:
Der alte Wasserturm auf dem Sportplatzgelände wurde erhalten und in einen Kletterturm verwandelt. Das Klettern wird vom Verein TKV Neuruppin betreut werden. Ansprechpartner ist Holger Arnold, Tel. 03391-38800. Der Turm schließt eine Lücke im
aktuellen Sport- und Freizeitangebot, insbesondere für Jugendliche, aber auch für Besucher der Stadt. Die Eröffnung war am 03.06.2006 , im Rahmen der Festlichkeiten zur 750-Jahr-Feier der Stadt.
www.kletterzentrum-neuruppin.de

- Das Modell zeigt die geplante Aufteilung des Wasserturms. Zum Vergrößern auf die Zeichnung klicken!
Einige andere Projekte konnten in das D-Programm der Stadtsanierung und das Immissionsschutzprogramm
des MLUV übertragen werden:
• Gestaltung eines Spielplatzes an der Prinzenpforte in der Altstadt (bereits hergestellt)
• Gestaltung öffentlicher Straßenräume in der Bahnhofsvorstadt (Bahnhofstraße, Rosa-Luxemburg-Straße) und dem Wallviertel in der Altstadt (z. B. Virchowstraße), 2006 / 2007.
• Gestaltung des Kirchplatzes (nach 2006)
• Herstellung einer Umweltverbundtrasse vom Bahnhof West zur Neustädter Straße und eines P- und R-Platzes am Bahnhof-West (2006). Damit werden die Kreisverwaltung und die Großwohnsiedlung der Kreisstadt besser erreichbar.
Der Plan markiert die bearbeiteten Bereiche.
Es wird deutlich, dass eine Menge bewegt werden konnte im ZiS-Gebiet, auch wenn einige Gestaltungsvorhaben vor allem im sozialen Infrastruktur-Bereich, aber auch die Neugestaltung der ehemaligen Laderampe
und des alten Bahnhofs zunächst zurückgestellt werden mussten. Hierfür müssen Folgeprogramme akquiriert werden. Sehr erfreulich war und ist die hohe Bereitschaft der Wohnbevölkerung, Ideen und Wünsche vorzutragen und an Diskussionen teilzunehmen. Die Aktivitäten in 2006 / 2007 werden daher ebenfalls in Faltblättern und Flyern zusammengefasst und jedem interessierten Bürger zugänglich gemacht werden.
Ansprechpartner
plankontor GmbH
(Projektentwicklung, Beratung)
Herr Frinken, Frau Straka
Präsidentenstraße 21
16816 Neuruppin
Telefon: 03391-45 81 80
Fontanestadt Neuruppin
Frau Supke, Herr Maaß
Karl-Liebknecht-Straße 33
16816 Neuruppin
Telefon: 03391-355-700 od. -704
Fax: 03391-355-777
Außerdem: Frau Dr. Beer, Berlin (Beteiligung, soziale Projekte)
Telefon: 030-885 15 45
Herr Richard, Aachen (Verkehr, Bahn), Telefon: 0241-47 07 70



