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28.09.2020 - Tourismusstandort Ruppiner Land in Gefahr


Die Bürgermeister Schwochow und Golde sowie Amtsdirektor Kresse (v.l.n.r.) im Interview

Die Bürgermeister Schwochow und Golde sowie Amtsdirektor Kresse (v.l.n.r.) im Interview

Auf dem Weg zu einem Endlager für hochradioaktive Abfälle in Deutschland hat die Bundesgesellschaft für Endlagerung (BGE) am 28.09.2020 - ohne vorherige Information der betroffenen Kommunen - den sog. "Zwischenbericht Teilgebiete" veröffentlicht. Der Zwischenbericht zeigt auf, welche Gebiete in Deutschland bei der Endlagersuche ausgeschlossen werden und benennt diejenigen Gebiete, die im weiteren Verfahren näher untersucht werden – 90 sogenannte Teilgebiete.

Laut Bericht zählen zu diesen Gebieten im Landkreis OPR auch Flächen bei Wulkow, Zechlin und Netzeband. Die Hauptverwaltungsbeamten der betroffenen Kommunen, die Bürgermeister Jens-Peter Golde (Fontanestadt Neuruppin) und Frank-Rudi Schwochow (Stadt Rheinsberg) sowie Amtsdirektor Thomas Kresse (Amt Temnitz) trafen sich daher am 28. September um erneut zu verdeutlichen, dass sie unter keinen Umständen die Möglichkeit sehen, ein Endlager in unserer Region zu errichten.

Bereits mit Schreiben vom 9. März 2020 hatten sich die Hauptverwaltungsbeamten in dieser Angelegenheit gemeinsam an das Bundesamt für die Sicherheit der nuklearen Entsorgung gewandt und klar gemacht, dass man als Regionaler Wachstumskern um den Tourismusstandort Ruppiner Land kämpfen werde, der mit einem Atommüll-Endlager nicht denkbar sei. Schon hier wurde betont, dass man mit allen Kräften versuchen werde, negative Auswirkungen v.a. auf die Wirtschaftszweige Gesundheit, Tourismus und Landwirtschaft von der Region abzuwenden. "Die Region ist kampferprobt, wenn wir nur an die Kyritz-Ruppiner Heide denken", so Bürgermeister Golde.