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30.12.2020 - 201. Geburtstag von Theodor Fontane


Beigeordnete Daniela Kuzu beim Niederlegen der Blumen

Beigeordnete Daniela Kuzu beim Niederlegen der Blumen

Statt der sonst üblichen Ehrung mit vielen Gästen, Reden und Rahmenprogramm am Fontanedenkmal gab es in diesem Jahr - aufgrund der Corona-bedingten Einschränkungen - nur eine stille Ehrung. Neuruppins Beigeordnete, Frau Daniela Kuzu legte - wie auch einige Vertreter*innen der Theodor Fontane Gesellschaft - bei schönster Dezember-Sonne Blumen am Fontanedenkmal nieder.

Da Reden vor Ort nicht möglich waren, hier das Grußwort der Beigeordneten Daniela Kuzuanlässlich des 201. Geburtstages Theodor Fontanes:

Seit 1998 trägt Neuruppin in Erinnerung an Theodor Fontane den Beinamen »Fontanestadt«. Seit jenem Jahr hat die Theodor Fontane Gesellschaft e.V. unsere Stadt zu Ihrer Heimstatt gemacht. Im selben Jahr wurde an den 100. Todestag des großen Autors in Berlin und Brandenburg erinnert. Neuruppin feierte sein erstes Fontanejahr. Aber erst seit 2010 wird regelmäßig durch die »Fontane-Festspiele« der Autor vor Ort mit überregionaler Wirkung gewürdigt und damit dem Beinamen »Fontanestadt« lokale Verbundenheit beigemessen und auch dieses Jahr ist es den Festspielorganisatoren trotz der bekannten Umstände mit Bravour gelungen. Mit der Vergabe der Fontane-Preise, der Präsentation im Museum und dem Wirken der international tätigen Fontane-Gesellschaft ist der Autor und seine Stadt deutlich wahrnehmbar.

Der bisherige Höhepunkt dieser fontanesken Entwicklung war das Fontanejahr 2019. Brandenburg feierte unter dem Titel »fontane.200« den 200. Geburtstag Theodor Fontanes. Neuruppin war als Geburtsstadt des großen Autors Zentrum des Jubiläums. Über 200 Veranstaltungen fand erfolgreich statt. Die Stadt wurde zur Bühne. Eine erstklassige Ausstellung zeigte das Potential des Museums, Jugendliche fanden ihren Zugang zu ihrem Theo. Zahlreiche Akteure beteiligten sich, so dass die Stimmung beschwingt war und Kultur und Tourismus profitierten. Unvergessen die Eröffnung mit Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier in der Kulturkirche. Mit Ehrfurcht blicke ich, in Anbetracht der aktuellen Situation bedingt durch Corona, auf dieses schöne Jahr zurück und hoffe, dass Kunst und Kultur schnell wieder so vielfältig möglich werden, wie wir es eindrücklich 2019 erleben konnten.

Zum festen Repertoire der Fontane-Veranstaltungen zählt auch die jährliche Fontane-Ehrung zum Geburtstag des Autors am 30. Dezember. Diese Ehrungen behalte ich auf Grund unterschiedlichster Vorkommnisse in Erinnerung. Einerseits markierte der jährliche Termin das Ende eines kulturellen Jahres, andererseits war es ein Wiedersehen mit Wegbegleitern und Kulturfreunden. Möhring-Chor - Fontane-Gesellschaft – Technik, ein eingespieltes Trio möchte man meinen, wäre da nicht die Technik, die hin und wieder ihr Eigenleben offenbarte. Seit dem 199. Geburtstag schmückt jemand Fontane und die Veranstaltungen sind über die Jahre eine lieb gewordene Tradition geworden – mit ihren Eigenheiten - die zunehmend Gäste anzog und ihren Höhepunkt mit ca. 300 Gästen sicher zum 200. Geburtstag im vergangenen Jahr gefunden hat. Nun ist es dieses Jahr doch ganz anders. Auch diese Traditionsveranstaltung muss wie viele andere Veranstaltungen wegen Corona abgesagt werden. Dennoch ist es mir ein Anliegen unserem Namensgeber meine Ehre zum Geburtstag zu erweisen. Als verlässlicher Partner beteiligt sich der Vorsitzende der Fontane-Gesellschaft, Herr Prof. Dr. phil. Roland Berbig mit einem Beitrag zum Geburtstag, der diesmal nur in Textform präsentiert werden kann. Dafür meinen herzlichen Dank!

Abschließen möchte ich in Erinnerung an den Vortrag zu „Fontanes Kunst des Toasts“ von Prof. Dr. phil. Ernst Osterkamp, im Rahmen des 25. Jubiläums der Fontane-Gesellschaft in Neuruppin mit einem Zitat. Zwar hadere ich seither damit leichtfertig Toasts auszubringen, kann aber nicht darauf verzichten. Einerseits zum 30. Geburtstag der Theodor Fontane Gesellschaft und in Anbetracht des nahen Jahreswechsels möchte ich dennoch zutoasten und bleibe unserem Fontane treu:

»Aus der Ferne diesen Wunsch: Glückliche Sterne und guten Punsch.«

Theodor Fontane

Auch Herr Prof. Dr. Roland Berbig, Vorsitzender des Vorstands der Theodor Fontane Gesellschaft e.V., ließ es sich nicht nehmen, die Rede zu übermitteln, die er am 30. Dezember 2020 am Fontanedenkmal halten wollte. Die Rede von Herrn Prof. Dr. Berbig können Sie HIER herunterladen.

Wir wünschen allen Neuruppiner*innen nun einen guten Start in ein glückliches, gesundes und erfolgreiches Jahr 2021!