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16.04.2021 - Sachstand zum Gut Gentzrode


Gentzrode 2011

Gentzrode 2011

Zum Sachstand des Gutes Gentzrode informiert Baudezernent Arne Krohn wie folgt:

Am 15. April 2021 wurden zwischen Vertreter*innen des Landesdenkmalamtes, des Landkreises Ostprignitz-Ruppin, der Fontanestadt Neuruppin und der Eigentümerschaft des Gutes Gentzrode der Sachstand der Sicherungsarbeiten sowie die nächsten Umsetzungsschritte besprochen. Mittlerweile ist die Planung der Sicherungsarbeiten für alle drei historischen Gebäude (Kornspeicher, Pferdestall, Herrenhaus) abgeschlossen. Soweit es sich dabei um genehmigungspflichtige Maßnahmen handelt, liegen nun auch die Baugenehmigungen vor.

Im Kornspeicher wurden die eingestürzten Bauteile beräumt und die weiteren Sicherungsarbeiten umgesetzt. Die Holzarbeiten im Innenraum sollen bis zum 31. Mai abgeschlossen werden. Der Rückbau der desolaten Dachelemente beginnt ca. Mitte Mai, ein Sicherungsdach soll dann bis Ende Juni fertiggestellt werden. Bis Ende Juli werden die notwendigen Mauerwerksarbeiten erledigt.

Im Pferdestall laufen die Demontage- und Entsorgungsarbeiten bis Mitte Mai. Parallel dazu erfolgen ebenfalls bis Mitte Mai die Sicherungsarbeiten.

Im Herrenhaus werden fortlaufend aus dem Keller, dem Erd- und dem ersten Obergeschoss Schutt und Abfall beräumt. Bis Ende Mai sollen dann in diesen Geschossen notwendige Holzarbeiten abgeschlossen werden. Danach soll bis Ende August das Dachgeschoss und das Dach gesichert werden.

Alle Baumaßnahmen werden in enger Abstimmung mit Baugenehmigungs- und Denkmalbehörden realisiert. Ziel ist die nachhaltige Bestandssicherung bis zum Herbst. Damit wäre einem weiteren Verfall rechtzeitig vor der nächsten Schlechtwetterperiode Einhalt geboten. Ab Mai sollen dann vorliegende Nutzungsideen besprochen und dazu notwendige Planverfahren abgestimmt werden. In diesen Prozess soll auch die Öffentlichkeit und die Initiative „Rettet Gentzrode“ eingebunden werden.

Ein ungelöstes Problem stellen der andauernde Vandalismus und immer wieder festzustellende illegale Müllablagerungen dar. Ein Ausschreibungsverfahren zum Einstellen von sich permanent vor Ort befindlichen Arbeitskräften hat zu einigen Interessenbekundungen geführt, allerdings ist ein dauerhaftes Wohnen wegen nicht vorhandener Erschließung derzeit noch nicht möglich. Die nächste Beratung in dieser Zusammensetzung ist für Mitte Juni 2021 geplant.