< 24.09.2021 - "Ruppiner Storchengeschichten" am 28. Sept. im Haus der Begegnung

24.09.2021 - Sachstand zum Gut Gentzrode


Gentzrode 2011

Gentzrode 2011

Baudezernent Arne Krohn informiert zum Sachstand des Gutes Gentzrode

24.09.2021: Am 23. September 2021 tagte die Kerngruppe, die die Sicherung und weitere Entwicklung des Gut Gentzrode begleitet. Sie besteht aus Vertreter:innen des Eigentümers, des Landesdenkmalamtes, des Landkreises OPR als Bau- und Denkmalbehörde sowie der Fontanestadt.

Mittlerweile ist am Gebäudebestand eine rege Bautätigkeit zu verzeichnen. Das Innere wurde von Schutt und eingestürzten Bauteilen beräumt, große Teile konnten bereits abgesteift werden. Nunmehr wird das Hauptaugenmerk auf die Sicherung gelegt. Hier kam es durch Materialengpässe leider zu Verzögerungen. So musste einiges direkt aus der Türkei angeliefert werden. Die Sicherungsarbeiten werden, solange es die Witterungsarbeiten zulassen, fortgeführt. Der Abschluss erfolgt dann 2022. Im kommenden Jahr werden dann auch die Sanierungsarbeiten begonnen.

 

17.06.2021: Am 16. Juni 2021 fand eine weitere Zusammenkunft zum aktuellen Sachstand und der Zukunft des Gutes Gentzrode zwischen Landesdenkmalamt, Bau- und Denkmalbehörde des Landkreises, der Fontanestadt sowie Vertreter*innen und Auftragnehmer*innen der Eigentümer statt. Diesmal konnten sich die Teilnehmenden in Präsenz treffen und die baulichen Anlagen des Kornspeichers, des Pferdestalls und des Herrenhauses in ihrem aktuellen Bautenstand in Augenschein nehmen. Mittlerweile hat eine Firma den Betrieb aufgenommen. Daher konnten bei den Beräumungsarbeiten gute Fortschritte festgestellt werden. Noch offene Beräumungen können allerdings erst dann erfolgen, wenn hierfür notwendige Sicherungsmaßnahmen durchgeführt werden. Diese verzögern sich gegenwärtig um ca. vier Wochen, wegen der Lieferschwierigkeiten für Bauholz. Zudem wird der Wildwuchs in direkter Gebäudenähe und an den Wegeachsen beseitigt.

Die Schadensermittlung für die historische Holzkonstruktion und das Mauerwerk sind weitgehend abgeschlossen. Es ist davon auszugehen, dass ein Großteil der Holzbalken nicht mehr verwendet werden kann. Das Mauerwerk hingegen befindet sich überwiegend noch in einem guten Zustand. Daher ist geplant, für den Kornspeicher keine speziellen Sicherungsarbeiten für die beiden Türme zu errichten, sondern diese umgehend komplett zu sanieren. Diese Arbeiten sollen noch in diesem Jahr abgeschlossen werden.

Im Herrenhaus und im Pferdestall müssen vor der Sanierung allerdings Sicherungsarbeiten vorgenommen werden. Auch diese sollen bis zum Winter abgeschlossen sein. Auf Grundlage des dann gestoppten Verfalls werden im Wege eines Bauantrags- bzw. Voranfrageverfahrens die Bedingungen für die weitere Sanierung und Herrichtung für neue Nutzungen ermittelt. Die hierzu notwendigen Bauarbeiten erfolgen ab 2022.

In Kürze werden Baustellencontainer aufgestellt, um den ab nun regelmäßig vor Ort eingesetzten Bauarbeiter*innen entsprechende Arbeitsbedingungen zu sichern. Die Suche nach ortsansässigen Personen, die sich um hausmeisterliche Arbeiten und historische Recherche kümmern werden, konnte erfolgreich abgeschlossen werden. Die drei Kolleg*innen werden in Kürze ihre Arbeit aufnehmen. Damit wird auch die soziale Kontrolle für die Liegenschaft verbessert und dem Vandalismus Einhalt geboten.

Über den Sommer werden Diskussionen und Workshops mit der interessierten Öffentlichkeit organisiert, um weitere Nutzungsideen und Anregungen zu erarbeiten. Ebenfalls über den Sommer werden über studentische Arbeiten Ideen zum Umgang mit der historischen Parkanlage und dem Landschaftsraum entwickelt. Die nächste Beratung findet im September statt.


16.04.2021: Am 15. April 2021 wurden zwischen Vertreter*innen des Landesdenkmalamtes, des Landkreises Ostprignitz-Ruppin, der Fontanestadt Neuruppin und der Eigentümerschaft des Gutes Gentzrode der Sachstand der Sicherungsarbeiten sowie die nächsten Umsetzungsschritte besprochen. Mittlerweile ist die Planung der Sicherungsarbeiten für alle drei historischen Gebäude (Kornspeicher, Pferdestall, Herrenhaus) abgeschlossen. Soweit es sich dabei um genehmigungspflichtige Maßnahmen handelt, liegen nun auch die Baugenehmigungen vor.

Im Kornspeicher wurden die eingestürzten Bauteile beräumt und die weiteren Sicherungsarbeiten umgesetzt. Die Holzarbeiten im Innenraum sollen bis zum 31. Mai abgeschlossen werden. Der Rückbau der desolaten Dachelemente beginnt ca. Mitte Mai, ein Sicherungsdach soll dann bis Ende Juni fertiggestellt werden. Bis Ende Juli werden die notwendigen Mauerwerksarbeiten erledigt.

Im Pferdestall laufen die Demontage- und Entsorgungsarbeiten bis Mitte Mai. Parallel dazu erfolgen ebenfalls bis Mitte Mai die Sicherungsarbeiten.

Im Herrenhaus werden fortlaufend aus dem Keller, dem Erd- und dem ersten Obergeschoss Schutt und Abfall beräumt. Bis Ende Mai sollen dann in diesen Geschossen notwendige Holzarbeiten abgeschlossen werden. Danach soll bis Ende August das Dachgeschoss und das Dach gesichert werden.

Alle Baumaßnahmen werden in enger Abstimmung mit Baugenehmigungs- und Denkmalbehörden realisiert. Ziel ist die nachhaltige Bestandssicherung bis zum Herbst. Damit wäre einem weiteren Verfall rechtzeitig vor der nächsten Schlechtwetterperiode Einhalt geboten. Ab Mai sollen dann vorliegende Nutzungsideen besprochen und dazu notwendige Planverfahren abgestimmt werden. In diesen Prozess soll auch die Öffentlichkeit und die Initiative „Rettet Gentzrode“ eingebunden werden.

Ein ungelöstes Problem stellen der andauernde Vandalismus und immer wieder festzustellende illegale Müllablagerungen dar. Ein Ausschreibungsverfahren zum Einstellen von sich permanent vor Ort befindlichen Arbeitskräften hat zu einigen Interessenbekundungen geführt, allerdings ist ein dauerhaftes Wohnen wegen nicht vorhandener Erschließung derzeit noch nicht möglich. Die nächste Beratung in dieser Zusammensetzung ist für Mitte Juni 2021 geplant.


23.02.2021: Am heutigen Tage fand ein erneutes digitales Treffen statt, in dem Vertreter*innen des Landkreises, des Landesdenkmalamtes, der Eigentümerschaft und der Fontanestadt den Stand der Sicherungsarbeiten für das Gut Gentzrode beraten haben. Die in der letzten Zusammenkunft am 12. Januar 2021 vereinbarten Verfahrensschritte wurden umgesetzt. Das vom Eigentümer beauftrage Planungsbüro Sendler&Company hat in Kooperation mit dem bereits vom Landesdenkmalamt mit einem Gutachten zu Gentzrode befassten Ingenieurbüro für Baustatik und Sanierungsplanung (IBS) die Leistungsverzeichnisse für die notwendigen Sicherungsarbeiten erstellt. Diese Arbeiten sind in drei Abschnitte gegliedert, den ehemaligen Pferdestall, den Kornspeicher und das Herrenhaus.

Für die Sofortmaßnahmen (Beräumung, Sicherung der Decken gegen Feuchte etc.) sind die denkmalrechtlichen Genehmigungen bereits erteilt. Sie werden noch im März durchgeführt. Die weitergehenden Sicherungsarbeiten für den Pferdestall werden im März beginnen, für Kornspeicher und Herrenhaus folgen sie ab April. Sämtliche Sicherungsarbeiten sollen im Juni abgeschlossen sein.

Eine Kampagne zur Einstellung von interessierten Arbeitskräften, die sich vor Ort um Sicherungs- und Aufräumarbeiten kümmern, steht kurz vor dem Abschluss. Vorerst werden zwei Mitarbeiter*innen für diesen Zweck eingestellt. Damit soll eine ständige Vor-Ort-Präsenz sichergestellt und dem immer wieder auftretenden Vandalismus entgegengewirkt werden. In Kooperation mit der Hochschule für nachhaltige Entwicklung Eberswalde werden der Bestand der gärtnerischen Anlagen erfasst und Vorschläge zum weiteren Umgang entwickelt.

Die Beteiligten der Beratung haben beschlossen, als Kerngruppe die Sicherungsarbeiten weiter zu begleiten und zu beraten. Diese Kerngruppe soll zukünftig auch durch weitere Akteure, die Fachwissen, Engagement und Ideen einbringen, erweitert werden. Hierzu ist auch die Initiativgruppe „Gentzrode erhalten“ herzlich eingeladen. Für Mitte April ist die nächste Beratung bereits anberaumt.


18.01.2021: Wie im September 2020 vereinbart, fand am 12. Januar 2021 eine Videokonferenz der Vertreter*innen der Denkmalbehörden, der Fontanestadt und des Eigentümers des Gutes statt. Grundlage der Beratung war ein im September vorgelegtes Gutachten des Architekturbüros IBS. Dieses Gutachten war vom Landesdenkmalamt beauftragt worden, um festzustellen, welche Bauteile der denkmalgeschützten Anlage zu erhalten bzw. vorerst zu sichern seien. Nach den Angaben dieses Gutachtens sollte die Sicherung in Angriff genommen und am 12. Januar 2021 über den erreichten Arbeitsstand informiert werden.

Durch coronabedingte Einschränkungen in der Kommunikation und der Arbeitsmöglichkeiten konnten noch keine signifikanten Ergebnisse erreicht werden. Insbesondere ein längerer Klinikaufenthalt des Eigentümers, der mit einer Covid-19-Infektion stationär behandelt werden musste, behinderte eine umfassende Aufnahme der notwendigen Arbeiten. Zwischenzeitlich wurde die Bausubstanz durch Brandstiftung, Vandalismusangriffe, Graffitibeschädigungen und Feuchtigkeitseintrag weiter in Mitleidenschaft gezogen.

Nunmehr hat das mit der Baubetreuung vor Ort beauftragte Architekturbüro Sendler & Co mit dem Büro IBS vereinbart, die anstehenden Arbeiten gemeinsam vorzubereiten, auszuschreiben, zu beauftragen und zu überwachen. Eine diesbezügliche Vor-Ort-Anlaufberatung fand am 14. Januar 2021 statt. Auf der Grundlage der in diesem Termin erlangten aktuellen Einschätzung der notwendigen Arbeiten wird deren Beauftragung vorbereitet. Zudem ist geplant, bis zu drei Personen einzustellen, die sich täglich vor Ort um Sicherungs-, Aufräum- und Freischneidemaßnahmen kümmern sollen. Das für die anstehenden Maßnahmen notwendige Finanzbudget wurde vom Eigentümer freigegeben.

Die Beteiligten treffen sich erneut am 23. Februar 2021, um sich über den Fortgang der Arbeiten zu informieren und den weiteren Verlauf zu besprechen.


25.09.2020: Um über den aktuellen Sachstand der Sicherungsarbeiten im Gut Gentzrode und die weiteren Investitionsmaßnahmen zu informieren, fand am 17. September 2020 eine Beratung statt. Teilnehmende waren neben Herrn Sendler als der für die Sicherungsarbeiten beauftragte Architekt des Eigentümers auch Vertreter*innen folgender Stellen:

- Brandenburgisches Landesamt für Denkmalpflege und Archäologisches Landesmuseums (BLDAM)

- Landkreis OPR

- Regionale Planungsstelle

- Brandenburgischen Bodengesellschaft

- Fontanestadt Neuruppin

Die Sicherungsarbeiten sind entsprechend eines durch das BLDAM beauftragten Gutachtens wieder aufgenommen worden und sollen spätestens Ende des Jahres abgeschlossen sein. Es wird vom Eigentümer angestrebt, dass nach Abschluss der Sicherungsarbeiten die Sanierung der Gebäudesubstanz erfolgen soll. Zur weiteren Beratung und Unterstützung des Projektes wurde eine Steuerungsgruppe gebildet, in der regelmäßig der Fortgang der Arbeiten besprochen, mögliche Probleme einer Lösung zugeführt und nächste Schritte abgestimmt werden. In der Steuerungsgruppe wirken neben dem Eigentümervertreter das BLDAM, der Landkreis OPR und die Fontanestadt mit. So kann sichergestellt werden, dass das Projekt zukünftig sachgerecht und ohne Verzögerung fortgeführt werden kann.