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15.11.2022 - Kostenloser Selbstverteidigungskurs für Frauen


Zwei Frauen im Selbstverteidigungskurs, Foto: Vera Bruß I artveo

Foto: Vera Bruß I artveo

Achtung Raumänderung vom 9.11.:

Aufgrund der großen Zahl von Anmeldungen musste der Veranstaltungsort gewechselt werden: Vom ursprünglich vorgesehenen Haus der Begegnung geht es nun in die größere Turnhalle des Schinkelgymnasiums in Neuruppin.

 

Anlässlich des Aktionstages gegen Gewalt gegen Frauen am 25. November bieten die Gleichstellungsbeauftragte des Landkreises Ostprignitz-Ruppin, Judith Melzer-Voigt, und die Gleichstellungsbeauftragte der Fontanestadt Neuruppin, Ines Rehfeld, einen kostenlosen Selbstschutzworkshop für Frauen im Landkreis an.

Dieser findet im Vorfeld des Aktionstages, am 15. November 2022 von 16 bis 19 Uhr in der größeren Turnhalle des Schinkelgymnasiums Neuruppin statt. Anmeldungen werden ab sofort unter judith.melzer-voigtoprde oder unter ines.rehfeldstadtneuruppinde entgegen genommen.

Der Selbstverteidigungskurs für Frauen wird von Kati Johannsen geleitet. Sie ist Profilerin und Selbstschutztrainerin. In dem Seminar in Neuruppin wird sie die wichtigsten Techniken zur Selbstverteidigung und psychologische Tricks zum Selbstschutz präsentieren. Zu den Klienten von Kati Johannsen gehören unter anderem Frauenhäuser, Kliniken und die Berufsfeuerwehr.

Während des kostenlosen Seminars am 15. November lernen die Teilnehmerinnen wichtige Techniken zu ihrem Selbstschutz sowie das richtige Verhalten in Stresssituationen und in Notwehr. Kati Johannsen spricht über die gesetzlichen Grundlagen der Selbstverteidigung und darüber, wie Bedrohungslagen realistisch eingeschätzt werden können. Die Frauen erfahren, wie sie mit ihrer eigenen Panik umgehen, Stress und die Schockstarre überwinden. Anschließend geht es unter anderem um Entfesselungstechniken, Befreiungs- und Klammergriffe. Tritte, Schlagkombinationen und Falltechniken werden ebenso eine Rolle spielen wie die Angst, Fehler zu machen, und die Entscheidung, ob Deeskalation oder Eskalation nun der richtige Weg ist.


Gewalt gegen Frauen ist eine Menschenrechtsverletzung, die überall auf der Welt vorkommt – in jedem Land, in jeder sozialen Schicht. Der Internationale Tag gegen Gewalt gegen Frauen, auch „Internationaler Tag zur Beseitigung von Gewalt gegen Frauen“ genannt, rückt das Thema seit 1981 in den Fokus der Öffentlichkeit. Im Jahr 1999 wurde eine Resolution von den Vereinten Nationen verabschiedet, die den 25. November offiziell zum „Internationalen Tag zur Beseitigung von Gewalt gegen Frauen“ erklärte. Das Datum wurde bewusst gewählt: Es ist der Todestag der drei Schwestern Mirabal, die am 25. November 1960 nach Folter in der Dominikanischen Republik starben. Sie hatten sich gegen die dort herrschende Diktatur zur Wehr gesetzt.

Aber Frauen sterben nicht nur in Diktaturen an den Folgen von Gewalt: Weltweit erlebt jede dritte Frau im Laufe ihres Lebens mindestens einmal körperliche oder sexualisierte Gewalt. In Deutschland ist es jede vierte Frau. Manche von ihnen überleben den Angriff nicht: Jeden Tag versucht ein Mann in Deutschland, seine Partnerin oder Ex-Partnerin zu töten. Jeden zweiten bis dritten Tag gelingt der Mord. Und die Todesopfer sind keine anonymen Fallzahlen: In diesem Jahr starb eine 33-jährige Frau in Fehrbellin nach dem Angriff ihres Ehemannes.

Am 25. November um 11 Uhr wird am Alten Gymnasium in Neuruppin die Flagge gegen Gewalt an Frauen gehisst – als deutliche Positionierung gegen Gewalt gegen Frauen.


Ausblick:

Am 25. November um 19 Uhr lädt das Soziale Zentrum JWP "MittenDrin" zur Theateraufführung "Frauen, die wir kennen sollten!" in die Bahnhofstraße 10a ein.

Worum geht es eigentlich in dem Stück? „Frauen, die wir kennen sollten” Frauen, die sich aktiv um Menschenrechte und eine gerechtere Welt bemühten, stehen im Zentrum unserer Theateraufführung. Sie engagierten sich in der Politik oder in der Pädagogik und fanden ihre Ausdrucksmittel oft auch in der Kunst. Allen gemeinsam war der Wille zur Veränderung. Frauen von heute werden die historischen Persönlichkeiten in vier Theatermonologen auf die Bühne bringen (Spieldauer insgesamt ca. 90 min).

Schauspielerinnen: Veronica Bas, Sharon Kotkovsky, Nicole Rehfeld,  Eva Sperschneider; Regie: Sabine Wiedemann


Am 28. November gibt es um 16 Uhr einen Vortrag zu „Gewalt an Frauen im virtuellen Raum“ von Judith Rahner (Fachstelle Gender, gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit und Rechtsextremismus der Amadeu-Antonio-Stiftung), zu dem wir schon jetzt herzlich einladen.