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11.-13.11.2022 - Pop und Petersilie - Das Poesiefestival


Vom 11. – 13. November 2022 lädt Neuruppin zum 3. Poesiefestival „POP & PETERSILIE“ ein. Acht deutschsprachige Lyrikerinnen und Lyriker, preisgekrönte und ganz neue, sind in die Lyrik-Lounge im Alten Gymnasium in Neuruppin zu Gast. Und auch Besucher können die Bühne betreten – bei der „young poetry open stage“.

 

„Mit poetischen Werken füllen wir unseren Geist. Wir brauchen sie, um aus dem Alltag zu entfliehen“, so Otto Wynen vom fontane-kosmos-Team. Mitorganisator Peter Böthig ergänzt mit einem Bertolt-Brecht-Zitat: wir wollen nicht, dass »ein Gespräch über Bäume fast ein Verbrechen ist / weil es ein Schweigen über so viele Untaten einschließt«. Gerade in Zeiten der Untaten will das Festspielteam den Wahrheiten der Dichtung Raum und Resonanz verschaffen.

Eröffnet wird das Festival am Freitag, 11. November um 19 Uhr mit dem Peter-Huchel-Preisträger 2022 Dinçer Güçyeter. In seinem preisgekrönten Gedichtband „Mein Prinz, ich bin das Ghetto“ gräbt er nach den Wurzeln seiner Herkunft, leuchtet das Geflecht familiärer Bindungen aus und erzählt von den Herausforderungen des Aufbruchs ins Neue und Ungewisse. Die RBB-Moderatorin Nadine Kreuzahler moderiert den Lyrik-Auftakt.

Um 21 Uhr heißt es im Café Hinterhof Bühne frei für junge Leute und alle, die ihrem poetischen Genie freien Lauf lassen wollen. Moderiert wird die „young poetry open stage“ vom Poetry-Slamer Felix Römer.

Das Programm am Samstag, 12. November, gestalten immer zwei Künstler gemeinsam. Um 15 Uhr sind Maren Kames und Ricarda Kiel im Lyrik-Duett zu Gast. Maren Kames liest aus ihrem mehrfach ausgezeichneten Gedichtband „Luna Luna“. Rasant, rasend und atemlos. Es geht um die dünne Wand zwischen Traum und Trauma, ums Verlieren und Verletzen, um einen Krieg, der vielleicht nie stattgefunden hat und doch in jeder Pore präsent ist. In Ricarda Kiels Gedichtband „Tante Alles“dreht sich alles um die Frage, wie und mit welchen Modellen Ricarda Kiel als queere Person Familie leben will und kann.

Um 17.30 Uhr betreten die Schweizer Autorin Simone Lappert und der Göttinger Lyriker Tristan Marquardt die Bühne. Im 2022 erschienenen Gedichtband „längst fällige verwilderung“ schreibt Simone Lappert voller Schönheit, Klugheit und Witz über Sehnsüchte, Selbstbestimmung und die fragile Gegenwart. Sie ist Präsidentin des Internationalen Lyrikfestivals Basel und war Schweizer Kuratorin für das Lyrikprojekt „Babelsprech.International“. Tristan Marquardt ist Lyriker und Literaturvermittler, Mitverleger im hochroth-Verlag München und Mitglied des Berliner Lyrikkollektivs G13. In Neuruppin liest er aus seinem Lyrikprojekt „auszüge aus katalogen“.

Um 20 Uhr stehen Poetry-Slamer Felix Römer und der Bassgitarrist Martin Bosch auf der Bühne. Felix Römers Lyrik umarmt den Leser wie einen guten Freund, wenn es um zerbrochene Beziehungen, um Politik oder den Generationenkonflikt geht. In seinen Texten treffen sich Ernst und Komik, analytischer Scharfsinn und bissige Pointen. Martin Bosch ist Bandleader, Bassist und Komponist der Band „Nachtfarben“. In Kürze erscheint das gemeinsame Album „Nachtfarben & Felix Römer“.

Außergewöhnliches erwartet die Gäste auch am Sonntag, 13. November, um 11 Uhr mit der jungen Autorin Elisa Aseva. Sie veröffentlicht ihre Kurztexte auf Facebook. Ihre Texte entstehen in Mittagspausen oder Feierabendsituationen und bleiben im Rohzustand: Schreiben als Abschöpfprodukt des Alltags. Ihr erster Band heißt „Über Stunden“. Marion Brasch wird die Matinee moderieren.

Für einen unterhaltsamen Lyrikabschluss sorgt am Sonntag, 13. November um 15 Uhr Helmut Krausser. Er schreibt Romane, Erzählungen, Lyrik, Tagebücher, Hörspiele, Theaterstücke, Drehbücher und komponiert Musik. In seinem 2021 erschienenen Gedichtband „Glutnester“ entfaltet er ein breites Spektrum an Formen und Farben der Dichtkunst, das vom inspirierten Spiel mit klassischen Versmaßen bis zum Sprachexperiment reicht.

Festivalmusiker in diesem Jahr ist Peter Pichler am Trautonium.

Wer nichts verpassen will, kann ein Festivalticket für 30 € buchen. Die Einzeltickets kosten 10 € pro Veranstaltung, für Schüler/Studenten 5 €. Bei der Young Poetry Open Stage ist der Eintritt frei.


Organisiert wird „Pop und Petersilie“ vom Fontane-Kosmos-Team mit Uta Bartsch, Otto Wynen, Peter Böthig und FSJlerin Amy Lynn Nadolski. Das Poesiefestival wird gefördert mit Mitteln aus dem Bundesprogramm „Neustart Kultur“ und der Lotto Brandenburg GmbH. Für die Young Poetry Open Stage gibt’s eine Förderung aus dem Sozialraumbudget des Landkreises Ostprignitz Ruppin.

Mehr zum Programm unter www.fontane-kosmos.de und im Programmflyer HIER.