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25.02.2009 - Pläne für Fontane-Festspiele reifen


Festspiele müssen wirken und Fontane

Festspiele müssen wirken und Fontane

Einstimmig votierte der Kulturausschuss der Stadt Neuruppin am 24.02.2009 für die erstmalige Ausrichtung von Fontane-Festspielen ab dem Jahr 2010. Damit empfahlen die Mitglieder der am 23.03.2009 tagenden Stadtverordnetenversammlung, 100.000 Euro für die Premiere 2010 bereitzustellen und die Stadtverwaltung für alle nötigen Vorbereitungen zu autorisieren.

Zur Diskussion stehen drei verschiedene Varianten für den Auftakt 2010: Zum einen könnte der Fontane-Stoff Grete Minde für die Bühne dramatisiert und vertont werden. Durch eine Kooperation mit der Kammeroper Rheinsberg, dem Theatersommer Netzeband und dem Seefestival Wustrau würde so der Gedanke transportiert, dass die Region sich gemeinsam in ganz Deutschland kulturell bekannter macht. Der zweite Vorschlag der Stadtverwaltung rückt neben dem Reiseschriftsteller Fontane auch dessen Tätigkeit als internationaler Korrespondent hervor. Heute journalistischer Usus, war dies im 19. Jahrhundert noch sehr ungewöhnlich. Unter dem Stichwort Reisejournalismus könnte das Ruppiner Land bei Fontane-Festspielen damit zum Treffpunkt für bekannte Reiseschriftsteller und Journalisten werden.

Vorschlag drei des Rathauses rückt die kulturellen Akteure der Region in den Fokus. Das Motto „Bürger schaffen ihre Kultur“ wäre hier am ausgeprägtesten, wenngleich Fontane-Festspiele mit diesem Ansatz keine sehr erhebliche Reichweite erzielen würden. In den kommenden Monaten wird die Projektgruppe Fontane-Festspiele im Neuruppiner Rathaus die Varianten weiter ausarbeiten, sich mit zahlreichen Fachleuten abstimmen und die Ergebnisse einer zwischen Oktober und Januar durchgeführten, breiten Umfrage einbeziehen.