Begegnungen 2020

Brieffreunde gesucht

„Briefe zu schreiben ist die schönste Art, Zeit zu vergeuden“ schrieb einmal der englische Publizist John Morley im 19. Jahrhundert. Heute weiß man, dass Briefeschreiben keine Zeitvergeudung ist, sondern eher eine tolle Trainingseinheit fürs Gehirn. In den Zeiten von Internet und Smartphones kann Briefeschreiben ein bisschen altmodisch erscheinen, in der Tat kann es aber richtig spannend sein und auf jeden Fall tut es gut für Kopf und Seele.

Wenn Sie auch mal zur Feder greifen und neue Bekannte aus den Neuruppins Partnerstädten kennenlernen möchten, melden Sie sich bitte bei der Städtepartnerschaftsbeauftragte der Fontanestadt Neuruppin Magdalena Yanshin (magdalena.yanshinstadtneuruppinde, Tel. 03391355667). Sie hilft Ihnen eine passende Brieffreundin oder einen passenden Brieffreund zu finden. Ihr Geschlecht und Alter sind irrelevant. Ähnliche Aufrufe werden auch in Bad Kreuznach (Rheinland-Pfalz), Babimost (Polen) und in Certaldo (Italien) gestartet. Lernen Sie Italienisch? Machen Sie gerne Urlaub in Polen? Haben Sie wegen der jetzigen Corona-Situation zu viel freie Zeit zur Verfügung? Nutzen Sie die Möglichkeit und beweisen Sie, dass nicht nur Theodor Fontane der große Briefeschreiber Neuruppins war.

Fotoausstellung der Jugendkunstschule im Rathaus

Die Städtepartnerschaft zwischen Neuruppin und Certaldo besteht bereits seit über 50 Jahren. In dieser Zeit ist vieles passiert: Politische und gesellschaftliche Veränderungen haben stattgefunden, die Reise ins Ausland ist unkompliziert und das Leben in Europa mobil, digital und nahezu grenzenlos geworden. Dennoch bleiben die toskanische Stadt Certaldo und ihre historische Umgebung immer noch ein bisschen geheimnisvoll und unentdeckt. Viele Besucher*innen werden von der Natur, Architektur und Küche, aber auch von der Herzlichkeit und Offenheit der Menschen in der Neuruppiner Partnerstadt begeistert.

Im Oktober 2019 begab sich eine Fotogruppe der Jugendkunstschule Neuruppin auf eine Reise in unsere italienische Partnerstadt Certaldo. Zusammen mit ihrem Kursleiter, Herrn Mathias Richter, machten sie sich ans Werk den „altbekannten“ Partner der Fontanestadt neu zu entdecken und mit Momentaufnahmen zu verewigen. Daraus entstand eine Fotoausstellung, die ab jetzt bis zum 30. September 2020 im Haus A des Neuruppiner Rathauses zu sehen ist. Wegen der noch immer geltenden Abstandsregeln wegen der Coronapandemie kann das Rathaus nur nach Anmeldung betreten werden. Melden Sie sich dazu bei der Städtepartnerschaftsbeauftragte der Fontanestadt Neuruppin Magdalena Yanshin (magdalena.yanshinstadtneuruppinde, Tel. 03391 355667).

Sollte eines der Bilder Sie besonders ansprechen, haben Sie die Möglichkeit, dieses für sich zu reservieren und gleichzeitig den Rotes Kreuz Verband in Certaldo (CRI), der besonders schwer von der Corona Krise betroffen wurde, mit einer Spende zu unterstützen. Alle reservierten Bilder werden am Ende der Ausstellung dem DRK Kreisverband OPR übergeben, der die Bilder weiter an die Spender*innen verteilt. Haben wir Ihr Interesse deweckt, dann melden Sie sich bei Magdalena Yanshin.

Neuruppin in einer polnischen Belletristik-Neuerscheinung

Die Stadt Neuruppin und ihre Umgebung sind den polnischen Lesern nur durch die Reiseführer, Sachliteratur und Werke von Theodor Fontane bekannt. Dies wird sich demnächst ändern. Am 18. Juni 2020 fand in der polnischen Stadt Zielona Góra die Präsentation des neuen Romans der Schriftstellerin Zofia Mąkosa „Dolina nadziei“ („Tal der Hoffnung“) statt. Es ist bereits der letzte Band der polnischen Trilogie „Wendyjska winnica“ („Wendischer Weinberg“), in dem Neuruppin ein wichtiger Handlungsort ist. Die Geschichte beginnt kurz vor dem Zweiten Weltkrieg, in einer Ortschaft namens Altreben (Chwalim), die in der Region Züllichau-Schwiebus, nah an der polnischen Grenze liegt. Für das junge deutsche Mädchen Mathilde bringt der Krieg und seine Folgen eine ganze Reihe großer Veränderungen. Auf ihrer Suche nach Normalität und Glück lebt die Protagonistin auch einige Jahre in der Fontanestadt.

Im Jahr 2018 hielt Zofia Mąkosa im Neuruppiner Museum den Vortrag „Fremde in unseren Häusern“ zum Thema Vertreibung und Kriegsflüchtlinge, das auch Inhalt ihrer Trilogie „Wendyjska winnica“ ist. Ihre ersten zwei Romane wurden 2018 und 2019 mit „Lubuski Wawrzyn“ – einem Literaturpreis für das beste Buch des Jahres in der Woiwodschaft Lebus preisgekrönt.

Die Bücher sind zurzeit leider nur auf Polnisch zu lesen, die Autorin steht allerdings bereits in Verhandlung mit dem Herausgeber bezüglich einer deutschen Übersetzung.

Delegation aus Bad Kreuznach beim Neujahrsempfang der Fontanestadt

Eine fünfköpfige Delegation aus Neuruppins deutscher Partnerstadt Bad Kreuznach besuchte vom 9. bis 11. Januar 2020 die Fontanestadt. In einem regen Arbeitsgespräch haben die Oberbürgermeisterin Dr. Heike Kaster-Meurer, Grit Gigga vom Schul- und Kulturamt, Bibliotheksleiter Stefan Meisel, die Leiterin der Kreuznacher Jugendkunstschule Renate Ziegler sowie die Städtepartnerschaftsbeauftragte Christine Simmich zusammen mit den Vertretern der Stadt Neuruppin über die Ideen zum 30. Jubiläum der Städtepartnerschaft diskutiert. Die Feierlichkeiten sollen im September 2020 in Neuruppin stattfinden und an die Veranstaltung „Lange Nacht der Wirtschaft“ anknüpfen.

Darüber hinaus besichtigten die Gäste aus Rheinland-Pfalz das Fontane Schulzentrum, die Jugendkunstschule und die Stadtbibliothek. Höhepunkt war der Besuch beim Neujahrsempfang, bei dem die Oberbürgermeisterin Kaster-Meurer einige Worte an die Gäste in der Pfarrkirche gerichtet hat. In ihrer Rede drückte sie ihre Freude und Hoffnung aus, dass der gesundheitliche Aspekt eine neue Verbindung zwischen der „Gesundheitsstadt Neuruppin“ und der Kurstadt Bad Kreuznach schaffen kann.